In den folgenden Grafiken wurden die Messwerte nach Stoffklasse und anderen Kriterien zusammengefasst. Klick auf den Link zeigt die Grafik.

Alkohole: Methanol, Ethanol, Isopropanol, Isobutanol Je höher und somit apolarer die Alkohole sind (und je geringer ihr Dampfdruck), desto eher scheint sich das Adsorptionsgeschehen einem idealisierten, belegungsunabhängigen Typ zu nähern. Bei den geringeren Konzentrationen ist der Unterschied zwischen Butanol und Methanol sehr auffallend.
Apolare Verbindungen: n-Butan, n-Heptan, Testbenzin 150-200; Cyclohexan; Benzol, Toluol, Xylol, Styrol Hier wurden die apolaren Kohlenwasserstoffe (das sind in diesem Versuch Paraffine und Aromaten ohne oder nur mit apolaren Substituenten) zum Vergleich aufgetragen. Diese so gut wie wasserunlöslichen Verbindungen unterscheiden sich nicht sehr im Kurvenverlauf. Eine Staffelung nach Siedepunkten ist zu beobachten.
Ester: Ethylacetat, Methyl-Methacrylat, n-Butylacetat, Ethylenglykol-diacetat, Butylglykol-acetat Auch die Ester reihen sich grob nach ihrem Siedepunkt. Der Vergleich von Ethylacetat und Methylmethacrylat legt nahe, dass (zumindest in diesem Versuch) Methylmethacrylat auf dem Zeolith nicht polymerisiert.
Sechsringe: Cyclohexan, Dioxan, Cyclohexanon Cyclohexan, Cyclohexanon und Dioxan: ähnliche Geometrie, ähnliches Molekulargewicht, unterschiedliche Polarität. Hier verhält sich das polarere Cyclohexanon dem Idealtyp ähnlicher als das unpolarere Cyclohexan. Cyclohexanon, der am besten adsorbierte 6-Ring von den drei untersuchten, hat gleichzeitig auch den niedrigsten Dampfdruck, Cyclohexan den höchsten. Dioxan ist die polarste der drei Verbindungen.
Siedepunktbereich 56 - 65 °C: Aceton, Diethylamin, Dimethyl-isopropylamin, Methanol, Chloroform Verbindungen mit ähnlichen Siedepunkten. Verbindungen, die alle im relativ engen Bereich von 56 °C und 65 °C sieden, sonst aber chemisch unterschiedlich sind, wurden herausgegriffen. Unabhängig vom Siedepunkt zeigen Amine ein besonders günstiges Adsorptions-Verhalten. (Ihre Alkalität könnte im Dauerbetrieb mit hydrophobem Molekularsieb allerdings ein schweres Problem werden, da man bei realen Anwendungen die Feuchtigkeit selten streng ausschließen wird.)
HKW [ 1 ]: Frigen 11, Frigen 113, 1,1,1-Trichlorethan, Trichlorethylen, Perchlorethylen, Dichlormethan, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff Halogenierte Kohlenwasserstoffe. Es ist nachträglich nicht mehr festzustellen, wieviel der flüchtigeren Substanzen auf diffusen Wegen verschwand. Bei der Handhabung von Lösungsmitteln wie Methylenchlorid oder Trichlor-fluormethan ist dies wegen ihrer extremen Flüchtigkeit immer ein Problem. Der Verlauf der meisten Kurven - sie zeigen eine starke Abhängigkeit der Kapazität des Molekularsiebes von der Konzentration des Adsorbates - bedeutet, dass hier der Partialdruck des Adsorbates eine große Rolle beim Adsorptionsgleichgewicht spielt. Das hat zur Folge, dass der ungenützte Teil des Adsorbers besonders groß ausfällt.
Ketone: Aceton, Methyl-ethylketon (MEK), Methyl-isobutylketon (MIBK), Cyclohexanon Diese sind sauber nach ihrem Siedepunkt aufgereiht.

[ 1 ] Halogenierte Kohlenwasserstoffe


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