Die populärwissenschaftliche Seite des DESY (Deutsches Elektronen-
synchrotron, Mitglied der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher
Forschungszentren, in Hamburg) erklärt die Entdeckung der Röntgen-
strahlung, die zum ersten bildgebenden Verfahren in der Medizin wurde:
http://www.desy.de/pr-info/Roentgen-light/roentgenstrahlung/roentgenstrahlung1.html
Röntgenstrahlung ist elektromagnetische Strahlung mit einem Wellen-
längenbereich von ca. 5 pm - 10 nm. Wenn Röntgenstrahlen Materie
durchdringen, wird ihre Intensität in Abhängigkeit von der zurück-
gelegten Wegstrecke und der Ordnungszahl der Atome, die in ihrem
Weg liegen, geschwächt. Schwerere Atome absorbieren die Strahlen
stärker als leichtere. Das Calcium im Knochen bildet sich in der
Kohlenstoff-Wasserstoff-Sauerstoffumgebung des umliegenden Gewebes
deutlich ab, und das Titan aus "Nägeln" (Osteosynthesematerial)
ergibt noch gegen den Knochen einen starken Kontrast.
http://www.digital.udk-berlin.de/~tim/titanhand.jpg
Hingegen bilden sich die 102 Kokainpäckchen im Magen-Darm-Kanal
eines Bodypackers (Körperschmugglers) deutlich schwächer ab. Rönt-
genbild aus Zoll-Online:
http://www.zoll.de/z1_bilder/a1_veroeffentl/roentgenbild_koerperschmuggel.jpeg
Text der gesamten Meldung:
http://www.zoll.de/f0_veroeffentlichungen/b0_rauschgift/x0_2007/k60_koerperschmuggel/index.html
Es ist also nicht, wie oft angegeben, nur die absolute Dichte des
durchleuchteten Materials, die der Kontrast in der Röntgendarstellung
ergibt. Die Dichteunterschiede lassen sich aber in ansonsten ähnlichen
Umgebungen zur Darstellung nutzen.
Röntgenuntersuchungen in der Industrie werden zum Beispiel ange-
wendet, um fremde Objekte (etwa Kunststoffpartikel, versengte Kan-
ten, eventuell auch Holzspäne) in Lebensmitteln zu detektieren. Das
funktioniert auch dann noch, wenn das fertige Produkt - etwa ein
Müsliriegel - bereits in Plastikfolie, Papier oder gar dünne Alu-
miniumfolie verpackt ist. Partikel mit ähnlicher Dichte und Zusam-
mensetzung (Haare, PE-Folie in Lebensmitteln) sind dagegen nicht zu
sehen.
Genauso kann man mit der Röntgentechnik Füllstandskontrollen durch-
führen. Die Technik wird z. B. auch verwendet, um in der Pharma-
produktion fertige Blisterpackungen daraufhin zu untersuchen, ob
alle Blasen gefüllt sind.
Die Röntgentechnik ist investitionsintensiv und erfordert die ge-
setzlich vorgeschriebenen Strahlenschutzmaßnahmen. Sie lohnt sich
dann, wenn die gesuchten Strukturen auf anderem Wege nicht detek-
tiert werden können. Insbesondere die Möglichkeit, mit der Technik in
die Tiefe eines Bauteils dringen zu können, statt nur die Oberfläche
zu prüfen, macht die Technik (noch) unverzichtbar.
Auf der Website der niederländischen Firma Cosine wird die Hochener-
gieoptik XEUS vorgestellt. Sie wird vor allem in der Astronomie an-
gewendet.
http://cosine.nl/index.php?id=41
Einige Informationen über mögliche Detektoren.
http://www.acreo.se/templates/Page____225.aspx
http://sensors.lbl.gov/sn_semi.html
Vorlesungsskript der Unit Stuttgart
http://www.imwf.uni-stuttgart.de/lehre/vd/wkp/06_ZFP/ZFP.htm
Auf der Website der Forschungsneutronenquelle der Technischen Uni-
versität München sind räumlich aufgelöste Bilder eines Automotors
und eines Knieschützers zu sehen.
http://wwwnew.frm2.tum.de/en/industry/radiography_and_tomography.html
Defekte in Metallen lassen sich besonders gut mit Röntgentechnik
abbilden. Der folgende Hersteller zeigt die Anwendungen seiner Tech-
nik in verschiedenen Industriebereichen.
http://www.yxlon.com/
Bericht vom Fraunhofer Symposium FUTURE SECURITY über den aktuellen
Stand und zukünftige Entwicklungen in der Sicherheitskontrolle an
Flughäfen
http://www.vvs.fraunhofer.de/de/downloads/future-security/Ewert.pdf