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ISSN 1613-2513
8. Ausgabe Mai 2004

Webausgabe

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Thema dieser Ausgabe:

Zeolithe Teil 1: Grundlagen und Anwendungen

  1. Zeolith-Datenbanken
  2. Zeolith als Mineral
  3. Herstellung synthetischer Zeolithe
  4. Anwendungsmöglichkeiten


Das Wort "Zeolith" bedeutet sinngemäß übersetzt "Siedestein". Carl Rinmans Original-
publikation aus dem Jahre 1786 als Faksimile stellt die Tricat Zeolites zur Verfügung:
http://www.tricat-zeolites.com/english/themen/ih5/ih5a.html





1. Datenbanken mit Informationen über Zeolithe:

Die IZA ist die International Zeolite Association. Ihre Datenbankseite
enthält eine sehr übersichtliche und verständliche Sammlung von Strukturdaten,
einschließlich rein theoretischer, noch nicht verwirklichter Strukturen und
Bauanleitungen für Kugel-Stäbchen-Modelle. Die wichtigsten Daten werden in der
Praxis natürlich die kristallografischen Daten einschließlich der Porengrößen sein.

Harald Tepper hat eine weltweite Liste mit Zeolith-Forschern aufgestellt, nach Frage-
stellungen gegliedert. Mit etwas Glück findet man jemanden in seiner Nähe.

Diese Tabelle bietet einen Überblick über die Drei-Buchstaben-Bezeichnungen der
Strukturcodes.




2. Das Mineral Zeolith

In der Natur auftretender Zeolith ist gewöhnlich nicht sehr spektakulär anzuschauen.
Hier die Bilder einiger Fundstellen, an denen Zeolith kommerziell abgebaut wird:

St. Cloud
Brisbane (dann unter "Plant & Operations")

Es gibt aber auch wunderschön kristallisierte Zeolithe:

Mindat ist eine Mineraliendatenbank mit Suchfunktion nach den eingetragenen
Mineralien. Das Suchergebnis enthält Synonyme, physikalische Daten, Fundorte und ver-
wandte Mineralien. Hier ein Beispiel.

Weitere Bilder: Sammlung der Mineralogie Uni Bremen (Zeolithe ganz unten)

Die größte Bildersammlung enthält das ICNZ (International Committee on Natural Zeolites).




3. Herstellung synthetischer Zeolithe:

Es gibt im Grunde drei Ansätze, nicht-natürliche Zeolithe zu erhalten:

1. Auswaschen natürlicher Zeolithe, z. B. mit Salzlösungen, führt zu einem reineren
Produkt ggf. mit ausgetauschtem Kation.

2. Der Zeolith wird auf hydrothermalen Wege durch Auflösen eines anderen
Zeolithen in konzentrierten Salzlösungen und anschließendes Auskristallisieren
gewonnen.

3. Aus den Rohstoffen Alkalialuminat (z. B. Natrium-Aluminat), Alkalisilikat und
amorpher Kieselsäure wird in heißer Lösung der Zeolith auskristallisiert. Die Tem-
peratur und die zusammensetzung haben einen Einfluss darauf, welcher Zeolith am Ende
erhalten wird. Außerdem gibt es die Möglichkeit, organische Moleküle mit einzubauen
(sogenannte Templates), die nachher ausgebrannt werden und die großen Poren zurück-
lassen.

Literatur darüber findet sich hauptsächlich in Patenten und in online nicht zugänglichen
wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Eine schöne Ausnahme ist die Seite der Synthesis
Commission
der IZA mit ihren Synthesevorschriften.

Das Buch "Zeolite Synthesis" kann auch auch von Amazon bestellt werden.

Es gibt Tausende von Patenten für die Herstellung von Zeolithen. Hier ein
Beispiel für ein Patent von Exxonmobil.





4. Anwendungen:

Eine Übersicht über die Anwendungen von Zeolithen finden Sie auf meiner eigenen Seite.

Zeolysts FAQ-Liste beantwortet die wichtigsten Fragen in Kürze.

Ein Hersteller schreibt ausführlich zu den Anwendungsmöglichkeiten natürlicher Zeolithe.




In der nächsten Ausgabe zum Thema Zeolithe: Markt, Hersteller, Fachartikel

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