========================================================================== NEWSLETTER "CHEMIE UND VERFAHRENSTECHNIK IM WEB" Informationen für Planer und Anlagenbetreiber Erscheint monatlich ISSN 1613-2513 32. Ausgabe August 2006 *WEBAUSGABE* Sie erhalten diesen Newsletter, weil Sie - sich im Verteiler auf der Website eingetragen haben - oder bereits in Kontakt mit mir stehen und dem Versand zugestimmt haben. Ihre E-Mail-Adresse wird ausschließlich zum Versand des Newsletters gespeichert und nicht weitergegeben. Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen. Eine leere Mail an die folgende Adresse genügt: ========================================================================== ===================== Thema dieser Ausgabe: ===================== Solarenergie 1. Grundsätzliches 2. Verbände, Meinungsbildung 3. Anlagen und Bilder 4. Quellen für wissenschaftliche Publikationen ================== 1. Grundsätzliches ================== *ÜBER DIE SONNENSTRAHLUNG (ZITIERT AUS WIKIPEDIA)* "Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die von der Sonne durch Kernfusion erzeugte Energie, die in Teilen als elektro- magnetische Strahlung [...] zur Erde gelangt. Die Sonnenenergie ist über Hunderte von Jahren annähernd konstant. Die Intensität der Sonneneinstrahlung beträgt an der Grenze der Atmosphäre etwa 1,367 kW/m²; dieser Wert wird auch als Solar- konstante bezeichnet. Ein Teil der eingestrahlten Energie wird von den Bestandteilen der Atmosphäre absorbiert und in Wärme umgewandelt. Ein weiterer Teil entkommt durch die Emission eines Teils der absorbierten Energie in Richtung Weltall der Erde. [...] zuletzt führt die Reflexion an Schwebeteilchen wie Eiskristallen und Staub in der Luft zu einer weiteren Verringerung der aufgenommenen Energie. Die Größe dieser Verluste hängt vom Zustand der Atmosphäre ab. Dabei spielen die Luftfeuchtigkeit, die Bewölkung und die Länge des Weges, den die Strahlen durch die Atmosphäre nehmen müssen, eine Rolle. Die auf die Erdoberfläche auftreffende Strahlung beträgt auf eine senk- recht dazu stehende Fläche noch ungefähr 1 kW/m². Auf schräg zur einfal- lenden Strahlung aufgestellte Flächen trifft weniger Strahlung auf." http://de.wikipedia.org/wiki/Solarenergie *UMWANDLUNG VON SONNENSTRAHLEN IN NUTZBARE ENERGIE* - Sonnenstrahlung wird mit Hilfe gekrümmter Spiegel - die verschie- dene Formen haben können - z. B. auf mit Wasser gefüllte Röhren gelenkt. Durch diese Aufkonzentrierung der Sonnenstrahlung kann ein Temperaturnieveau erreicht werden, bei dem der entstehende Wasserdampf einen Generator antreibt. Die bei der Kondensation des Wassers entstehende Abwärme hat ein geringeres Temperaturniveau, kann aber auch ausgenutzt werden. - In Photovoltaikanlagen wird durch die Wirkung der Sonnenstrahlung auf ein Halbleitermaterial direkt Strom erzeugt. - Solarheizung: In diesen Anlagen wirkt das Sonnenlicht direkt auf Kollektoren, die eine Wärmeträgerflüssigkeit enthalten. Die gewon- nene Wärmeenergie kann zur Heißwasserbereitung oder zur Heizung von Gebäuden verwendet werden. - Sonnenlicht in fensterlose Räume bringen: Dies ist möglich mit Parabolspiegeln, die das Licht in ein Glasfaserkabel einbringen, welches das Licht ins Gebäudeinnere leitet. - Latentwärmespeicher: Hier wird die Sonnenstrahlung dazu verwen- det, ein Wärmeträgerpaar zu spalten (etwa Zeolith/Silicagel und Was- ser) oder einen Phasenübergang zu erzeugen (etwa das Schmelzen eines gekapselten Fettes). ============================ 2. Verbände, Meinungsbildung ============================ EUROSOLAR - EUROPÄISCHE VEREINIGUNG FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN E.V. Die Eurosolar ist ein Dachverband von Vereinen, Firmen und Industrie- verbänden, welche sich mit der Förderung von Solarenergie befassen. Die Website bietet (außer den üblichen Mitgliederlisten und der Dar- stellung der Verbandsziele) auch einige Artikel aus der Zeitschrift "Solarzeitalter". Diese sind eher meinungsbildend als technisch ausge- richtet. http://www.eurosolar.org DER SOLARSERVER Ein kommerzielles Portal mit einer wilden Mischung aus Produkt- berichten, Hinweisen zu Fördermöglichkeiten, Buchtipps und Nach- richten. http://www.solarserver.de ===================== 3. Anlagen und Bilder ===================== US DEPARTMENT OF ENERGY - SOLAR ENERGIES TECHNOLOGY PROGRAM Darstellung der technischen Grundlagen und des Fortschrittes einiger staatlich geförderter Projekte. Neben den Bildern wirklich (!) großer Solaranlagen in Wüstenlandschaften gibt es FAQ-Listen, Ver- öffentlichungen, eine Übersicht über verfügbare Methoden und Un- terrichtsmaterialien (auf Englisch). http://www1.eere.energy.gov/solar/ KÜHLSCHRANK FÜR AFRIKA Eine Publikation vom Labor für Solarenergie an der FH Lübeck: Wie muss ein zeolithbasierter Kühlschrank aussehen, der in den Entwicklungsländern gebaut und repariert werden kann? Fazit: Ohne eine Konzentrierung des Sonnenlichtes (siehe oben) genügt das erreichbare Temperaturniveau nicht, um den Zeolithen zu regenerieren. Der Zeolithkühlschrank braucht einen Hohlspiegel. http://www.fh-luebeck.de/an/pt/labore/solar/euros-00.pdf BILDER VON SOLARKÜHLANLAGEN und weitere Hinweise zur Technik finden sich auf dieser Seite: http://www.limsi.fr/Individu/mpons/solaradsor.htm ============================================== 4. Quellen für wissenschaftliche Publikationen ============================================== ENERGY CITATIONS DATABASE Noch ein Service des US Department of Energy: Eine Datenbank mit technischen Informationen zu den Themen der Energieversorgung und -gewinnung, natürlich nicht beschränkt auf regenerative Ener- gien. http://www.osti.gov/energycitations/index.jsp NATURZEOLITHE ALS SPEICHER FÜR SOLARENERGIE Teilbericht eines von der UNO geförderten Forschungsprojektes "Hei- zungen für Chinas kalten Nordosten". Vergleich von synthetischem 13X mit verschiedenen (nicht näher spezifizierten) Naturzeolithen zur Wärmeabgabe bei Wasserzusatz und zur möglichen Regeneration. Der Bericht enthält einige Formelfehler, daher mit Vorsicht zu ge- nießen, aber auch die schwer zu findenden Kurven über den Zusammen- hang von Regenerationstemperatur mit der Performance des Verfahrens. http://www.fao.org/docrep/T4470E/t4470e0j.htm "KÜNSTLICHES BLATTGRÜN" (kurze Literaturliste) Pflanzen leben von Sonnenenergie: In Pflanzen sind es Farbstoffmoleküle, die das Sonnenlicht absorbieren und mit einer Effektivität in (chemische) Energie umwandeln, die in technischen Systemen nicht erreicht werden kann. Man nimmt an, dass die besondere, geordnete Anordnung der Farbstoffmole- küle dabei eine Rolle spielt. Diese kurze Literaturzusammenstellung (eine Hausaufgabe aus einem Literaturseminar des Fachbereichs Chemie an der Clemson University) nennt Originalliteratur für bereits getestete Ansätze, ein "grünes Blatt" künstlich herzustellen. Unter anderem geschieht das durch Einlagern der Farbmoleküle in das Porensystem von Zeolithen. http://chemistry.clemson.edu/pdfs/Huaping%20Li.pdf Übrigens: Originalliteratur können Sie z. B. bei subito bestellen: http://www.subito-doc.de Oder ich übernehme das für Sie (Sie zahlen - für Bestellungen von Quellen aus dieser Ausgabe des Newsletters - nur die Artikel): http://www.arnold-chemie.de/kontakt.html =========================================================== Haben Sie Anmerkungen, Fragen oder Kommentare zu dem Thema? =========================================================== Schreiben Sie mir! Die interessantesten Zuschriften werden veröffentlicht. mailto:newsletter@arnold-chemie.de?subject=Anmerkung zum Newsletter 29. 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